Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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ſchön, vollkommen ausgebildet und ſehr anmuthig. Ich faſſe ſogleich den Entſchluß, mit ihr wieder anzuknüpfen, wenn ſie nicht ſchon gebunden wäre, und nach der Oper laſſe ich mich zu ihr führen. Sie hatte ſich ſo eben mit Jemand zu Tiſche geſetzt, ſobald ſie mich aber erlickte, warf ſie ihre

Serviette weg und fiel mir um den Hals; ich erwiederte ihre Umarmung, da ich nach ihren Liebkoſungen glauben

mußte, daß das anweſende Individuum nichts zu bedeuten

habe. Der Bediente legt, ohne einen Befehl abzuwarten, ein drittes Couvert auf, und Marina bittet mich, mit ihr zu ſpeiſen. Da ich gereizt war, daß das Individuum nicht auf⸗ geſtanden war, um mich zu begrüßen, ſo frage ich, ehe ich Marina's Einladung annehme, wer be Herr iſt und bitte mich vorzuſtellen. Dieſer Herr, ſagte ſie, iſt der Graf Celi,

een Römer und mein Geliebter. *

Ich mache Dir mein Compliment dazu, ſage ich, und mich gegen den angeblichen Grafen wendend: mein Herr,

nehmen Sie unſere Zärtlichkeit nicht übel, denn ſie iſt meine

Tochter.

Sie iſt eine 5 3 5

Das iſt wahk, ſagt Marina, und Du kannſt ihm glau⸗ ben, denn er iſt mein Kuppler.

Bei dieſen Worten wirft der rohe Menſch ihr das Meſ⸗ ſer ins Geſicht; aber ſie weicht aus und dlehr Der Töl⸗ pel verfolgt ſie; aber ich ſetze ihm die Spitze meines Degens auf die Bruſt und ſage: halte an oder Du biſt

„ des Todes.

Zugleich befehle ich Marina, mir hinunterleuchten zu laſſen; aber ſie legt raſch ihr Mäntelchen an, und ſich in meinen Arm hängend, bittet ſie mich, ſite mitzunehmen. Sehr gern, ſage ich. Der angebliche Graf fordert mich nun auf, mich am nächſten Tage allein in der Caſina de Pomi einzufinden, um zu hören, was er mir zu ſagen hätte.

Um vier Uhr Nachmittags, antworte ich ihm. Ich führte*

Marina nach meinem Gaſthauſe, wo ich ſie in ein Zimmer,

welches an das meinige ſtieß, einmiethete! hierauf gingen

wir zu Tiſche. Da mich Marina etwas nachdenklich ſah, ſo ſagte ſie: