Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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4. ein erklärter Feind des Glücks. Man ſpielte bei der An⸗ eilla, deren geliebter Liebhaber er war, und der gute Apoſtel

verſchaffte mir die Bekanntſchaft ſeiner Maitreſſe nur um mich im Kartenſpiele zu betrügen.

Ich ließ mich allerdings zunächſt von ihm betrügen, aber da ich nichts merkte, machte ich gute Miene zum ſchlech⸗ ten Spiele; als ich aber eines Tages eine handgreifliche Betrügerei gewahr wurde, ziehe ich ein Piſtol aus der Taſche, ſetzte ihm daſſelbe auf die Bruſt und drohe ihn zu tödten, wenn er mir nicht augenblicklich Alles, was ſie mir ge⸗ ſtohlen, zurückgäbe. Ancilla wurde ohnmächtig, und er gab mir mein Geld und forderte mich heraus, mit ihm einen Gang zu machen. Ich nehme dies an, lege die Piſtole auf den Tiſch und wir gehen weg. Als wir an einem beque⸗ men Orte angekommen waren, legten wir im Mondſcheine los, und ich hatte das Glück, dem Grafen die Schulter zu durchſtechen. Da der Graf den Arm nicht mehr ausſtrecken konnte, mußte er mich um Pardon bitten.

Nach dieſem Abenteuer legte ich mich ſchlafen und ſchlief ſehr ruhig; aber als ich am Morgen die Sache mei⸗ nem Vater erzählte, glaubte ich ſeinem Rathe folgen und Padua unverzüglich verlaſſen zu müſſen.

Der Graf Medini blieb, ſo lange er lebte mein Feind; ich werde Gelegenheit haben, von ihm zu ſprechen, wenn der Leſer mich wieder in Neapel finden wird.

Den übrigen Theil des Jahres verlebte ich in gewohn⸗ ter Weiſe, ohne bedeutende Ereigniſſe, bald zufrieden, bald unzufrieden mit dem Glücke.

Gegen Ende des Jahres 1747 bekam ich einen Brief von der jungen Gräfin A. S., welche nicht mehr ihren Na⸗ men ährte, da ſie den Marcheſe von w** geheirathet hatte. Sie hat mich, wenn der Zufall mich nach der Stadt, wo ſie wohnte, führen ſollte, ſo zu thun, als ob ich ſie nicht kennte, denn ſie hatte das Glück, mit einem Manne verbun⸗ den zu ſein, welcher ihr Herz gewonnen, nachdem er ihr die

Hand gereicht.

Ich hatte ſchon von ihrem Bruder erfahren, daß, nach⸗

dem ſie kaum in C. angekommen, ihre Mutter ſie nach der