Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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Altar iſt, ſeiner Schoͤnheit halber, beruͤhmt. Kurz nach Friedrichs Thronbeſteigung faßte er die erhabene Idee, ein ſehr großes Pantheon zu bauen, worin jede Art von Gottesdienſt gehal⸗

ten werden ſollte. Politik, oder wirkliche chriſt⸗ liche Liebe, veranlaßte den weiſen Monarchen zu glauben, Toleranz ſey ſowol fuͤr das Intereſſe,

als die Wuͤrde eines Staats, nothwendig; und

er wuͤnſchte nicht nur ſeine Unterthanen und Fremde ihren Gott auf ihre Weiſe anbeten zu ſehen, ſondern daß ſie ſich auch in demſelben Tem⸗

pel, gleich Bruͤdern, vor ihm niederwerfen moͤch⸗ ten. Wegen des Zuſtandes des Schatzes rieth

man aber dem Monarchen, dieſen wohlthäͤtigen Plan aufzugeben, und er ward auch nachher nicht wieder in Anregung gebracht.

Am Abend meiner Ankunft gieng ich in das neue Theater, ein ſehr ſchoͤnes Gebaͤude, auf

deſſen Gebaͤlke man im Deutſchen folgende In⸗ ſchrift wahrnimmt:Durch Laͤcheln verbeſſern wir die Sitten. Die ganze Fronte inwendig

nahm die königliche Loge, in Geſtalt eines Saa⸗

les ein; von der Decke hieng ein reicher Luſtre herab, und an den Seiten befanden ſich alaba⸗ ſterne Vaſen. Die Logen waren nett und huͤbſch

eingerichtet. Ueber dem Vorhange ſiehet man eine große transparente Uhr; die Schauſpieler agir⸗

dit