Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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Friedrichs des Großen zu erſetzen gewußt, indem alle Schiffe, welche die Elbe, die Havel und die Spree hinauffuhren, in Magdeburg eine gewiſſe Quantitaͤt Steine einladen, und ſie nach Berlin unenigeldlich bringen mußten. Die Haͤu⸗ ſer ſind durchgehends von Backſteinen erbauet und mit Stucko uͤberzogen; man ſiehet deren einige von Quaderſteinen im Styl der italieni⸗ ſchen Baukunſt, z. B. das Palais des noch nicht lange verſtorbenen Prinzen Heinrich: es gewaͤh⸗ ret aber, des Mangels von Verz zierung wegen, dem Auge wenig Anziehendes. Das koͤnigliche Schloß iſt ein ungeheuer großes, viereckiges Ge⸗ baͤude von demſelben Material, worin der regie⸗ rende Monarch einigen Hofleuten Wohnungen angewieſen, nachdem er fuͤr ſich ſelbſt ein klei⸗ nes Wohnhaus, dem Gießhauſe gegenuͤber, ge⸗ waͤhlt hat. Mon⸗Bijon, die Reſidenz der ver⸗ wittweten Koͤnigin,*) ein Palais oder vielmehr eine lange Gallerie, faſt das Ganze nur von ei⸗

ner Etage, am Ufer der Spree gelegen, iſt mit

einem Gehoͤlze und Gaͤrten umgeben. Die Ro⸗ tunda oder katholiſche Kirche, wozu zum Theil der Kardinal Alberoni den Plan entworfen, hat ein edles Anſehen; der in Nom verfertigte

*) Die bekanntlich ſeitdem verſtorben iſt. A. d. u.