Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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de Lion blanc, da es mit Fremden ganz ange⸗ fuͤllet war, unſere vorigen Zimmer wieder zu er⸗ halten, auf die wir ein beſonderes Reiſerecht zu haben ſchienen. Nichts gehet uͤber das fantaſtiſche Aeußere

4 der Haͤuſer; ſie ſind naͤmlich ſehr hoch, haben große abſchuͤſſige Dächer, uͤber deren Fronten ſich Löwen, Engel, Sonnen, Greife u. ſ. w. befin⸗ den. Die Fenſter ſind groß und viereckig; die Außenſeiten derſelben gewoͤhnlich braun und gruͤn

angeſtrichen: in den ſehr ſchlecht gepflaſterten,

engen, und bey einer naſſen Atmoſphaͤre mit tie⸗ fem Schmuze bedeckten Straßen, findet man ſchoͤne Kaſtanien⸗ und Wallnußbaͤume. An dem

Rathhauſe, einem ſchonen gewundenen ſteinernen

Gebaͤude, ſind viele herrliche Verzierungen ange⸗ bracht. Das Gefaͤngniß iſt gut eingerichtet. An der einen Seite befinden ſich die Miſſethaͤter, und an der andern liegt das Zuchthaus, wo man die Frauens⸗ und Mannsperſonen von ein⸗ ander getrennet hat. Jene, unter welchen ſich viele Dienſtmaͤdgen befanden, die von ihren Herren und Frauen, ſchlechten Betragens halber, dorthin geſchickt wurden, um Zuͤchtigung auszu⸗ ſtehen, mußten Wolle kraͤmpeln und ſpinnen, und am Ende jeder Woche eine gewiſſe Quanti⸗ taͤt Arbeit abliefern; war dieſe nicht vollſtaͤndig,