Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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andere Gebaͤude auffuͤhrten, in einem Styl go⸗ thiſcher Pracht, ohne Gleichen. Dieſen heiligen Ueberbleibſeln, die fuͤr den nachdenkenden Geiſt ſo ſchaͤtzbar ſind, bezeigte Friedrich der Große, obgleich ein ſo bekannter Bewunderer der Alter⸗ thuͤmer und der Kunſt, keine Verehrung. Das graue Gebaͤude iſt niedergeriſſen, um Barracken, Hoſpitaͤler und Magazine aus den Materialien zu bauen, und kaum bleibt noch eine Spur von dem Stolze vergangener Zeiten, außer der Ka⸗

pelle, uͤbrig; in deren Fenſter befindet ſich eine

koloſſaliſche hölzerne, ein wenig entſtellete Jung⸗ frau; ihrer Größe und Geſtalt nach koͤnnte ſie darauf Anſpruch machen, mit Gog und Magog in Guildhall in London verglichen zu ſeyn.

In dreyzehn Stunden legten wir den Weg von Danzig nach Marienburg, dreyßig engliſche

Meilen, zuruͤck, durch ein Land, das an Korn⸗

feldern einen Ueberfluß hat; in einem derſelben zaͤhlten wir neun Trappen, wovon jede groͤßer, als ein Puter, war. Unſer Weg fuͤhrte uns vor mehrern, ſchoͤn mit Baͤumen eingefaßten, Klöſtern

voruͤber, und ſodann gelangten wir durch die

Vorſtaͤdte von Danzig, die ſich beynahe zwey

Meilen weit erſtrecken, an die Zugbruͤcke, und

traten in die Hauptſtadt von Pomerellen des

Abends ein. Recht froh waren wir im Hotel 2r Theil, 20