Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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dafuͤr eine kleine Wachskerze, die ſie an einer

Lampe anzuͤndeten, und in einen Armleuchter,

vor dem Bilde des Heiligen hinſtellten, den ſie ſich unter den vielen des griechiſchen Kalenders ausgewaͤhlt hatten. Einigen hatte man die Ver⸗ ehrung gegen ſie auf eine glaͤnzende Art be⸗ zeigt, waͤhrend man vor andern nicht ein einzi⸗ ges Licht fand. Mitten in der Kirche ſtanden abhaͤngige Tiſche, worauf ſich Miniaturgemaͤlde einiger dieſer Heiligen in Glaskaͤſten befanden,

die mit goldenen, ſilbernen, oder metallenen Hau⸗ ben verziert waren; ſie hatten viel Aehnliches mit

einer Sammlung von Medaillen. Der Schirm,

der aus doppelten Thuͤren beſtand, im Nuͤcken

des Altars, zu dem eine Treppe hinauf fuͤhrte, war reich vergoldet, und mit Figuren von Hei⸗ ligen, beyderley Geſchechts, in Lebensgroße, ver⸗

ziert, die ſehr gut dargeſtellet waren. Waͤhrend des Gottesdienſtes öffnete ſich die Fluͤgelthuͤr

und zeigte einen Prieſter in der Sakriſtey, wo das liebenswuͤrdige Frauenzimmer nie hinein⸗ gehen darf, und zwar aus Gruͤnden, die Je⸗ mand, der noch nicht gereiſet iſt, mit Verwun⸗ derung vernehmen wuͤrde, und die ich den Da⸗ men zu entdecken uͤberlaſſe. Der Prieſter legt immer ſeinen Amtsornat an dieſem Orte an,

waͤhrend es einen Theil der Rechte des Biſchofs