Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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tiefen Sande. Das Land hatte ein aͤußerſt arm⸗ ſeeliges Anſehen. Wir hielten bey einem Dorfe, welches aus

gebrechlichen Huͤtten beſtand, die von kunſtlos uͤber

einander gelegten Baumſtaͤmmen aufgebaunet wa⸗ ren, und große Granitfelſen zum Grunde hatten:

keine dieſer einſamen Wohnungen ſtand perpen⸗ dikulaͤr, und aus einem kleinen Loche, welches das Licht nicht hell hereinfuͤhrte, gieng der Rauch heraus. Die Einwohner waren beynahe nackend,

und hatten das Anſehen von Geſchoͤpfen, die der

Himmel im Zorn hervorgebracht hatte. Statt der gruͤnen, friſchen, hervorkeimenden Blaͤtter, der Getreide⸗ und Grasarten, war die Erde mit weiß⸗

lichem verdorrten Mooſe bedeckt; da, wo der klare Bach kleine Wellen haͤtte ſchlagen ſollen, floß ein ſchlammiger Fluß, voll riechenden Waſſers,

langſam und der Geſundheit nachtheilig, hin⸗ unter. Nicht ein Banm war zu ſehen, ſelbſt nicht

eine melancholiſche Tanne! Die Zeit, die ſonſt der Unfruchtbarkeit der Natur zu tragen gebeut,

die den Schaͤfer und deſſen Heerde in Stand ſetzt, reiche Weide in der verwandelten Wuͤſte zu finden, iſt uͤber dieſe Gegenden weggegangen,

ohne ihre gewohnte Wohlthaten uͤber ſie auszu⸗

ſchuͤtten. Ich fand, daß dieſe Menſchen, die Fin⸗

nen, ſtets von den eigentlichen Ruſſen in der

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