Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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daß es aber zugeſchloſſen waͤre und leer ſtehe, da der Wirth auf einige Tage, um das Ange⸗ nehme der Seeluft zu genießen, verreiſet ſey; dieſer Umſtand bewies mir, daß Reiſende die⸗ ſen Theil Rußlands entweder nicht haͤufig beſu⸗ chen, oder, ſo wie ich es oft fand, ein noch ſo armer Wirth ſich ſehr wenig darum bekuͤm⸗ mert, ob er ihnen irgend Bequemlichkeit ver⸗ ſchafft. Wir waren den ganzen Tag in der heißen Sonne gefahren, mit Staub bedeckt, und aͤußerſt durſtig; unſer Schinken von Abo gluͤhete bis auf den Knochen, unſere letzte Bouteille Claret war ſo warm, als Milch, die eben von der Kuh kommt, und unſere armen erſchöpften Pferde leckten an den Waͤnden eines benachbar⸗

ten Hauſes, um ihre Zungen zu kuͤhlen. In

dieſer Lage ſah ich einen eleganten jungen Offi⸗ eier, unbedeckt, in einer dunkelgruͤnen Uniform, nebſt einem aͤltlichen Manne, der zwey glaͤnzende Sterne an ſich hatte, auf uns zukommen. Die Hauptperſon redete uns auf eine ſehr guͤtige und einnehmende Art, franzoſiſch, an. Als wir ihm unſere Lage ſchilderten, erwiederte er:es thut mir ſehr leid, daß dieſer Menſch nicht zu Hauſe iſt, allein dieß ſoll nichts machen. Wenn Eng⸗ länder nach Rußland komm en, ſo ſollen ſie Gaſt⸗