einem derſelben trug ſi 3 fulgende ruͤhrende Scene zu:
Im Jahr 1567 bemächtigte ſich Ehrich iv, der blutgierigſte Tyrann, der je auf dem ſchwe⸗ diſchen Thron ſaß, der beruͤhmten Familie der Sture, die ſeine Eiferſucht geweckt hatte. Er ſtieg in einem Augenblick des Zorns in den Ker⸗ ker hinab, worin der Graf Sture eingeſchloſſen war, und ſtach ihn in den Arm. Der junge
Gefangene fiel auf die Knie, bat um Gnade, und
indem er den Dolch aus der Wunde zog, kuͤßte er ihn, und uͤberreichte ihn ſeinem grauſamen Herrn; dieſer ließ ihn aber gleich umbringen. Die Scene wuͤrde einen ſchönen Gegenſtand n einem Gemaͤlde abgeben.
Die Kathedralkirche iſt ein nußerordentlic großes, plumpes Gebaͤude von Backſteinen, mit zwey viereckigen Thuͤrmen am weſtlichen Ende, im gothiſchen Styl, die vor kurzem mit einem doriſchen Architrav geſchmuͤckt ſind, worauf ſi ch zwey kupferne Kuppeln befinden, die von eiſer⸗ nen doriſchen Pfeilern getragen werden. Als ich dieſe fremdartige Verbindung von Architektur, gerade an einem Orte, der den Wiſſenſchaften
geweiht iſt, betrachtete, hatte ich Muͤhe, mei⸗ nen Augen zu trauen, allein der ſchlechteſte Wein wird immer in den Weinbergen getrunken. Die


