Teil eines Werkes 
1. Th. (1806)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

174

ge von Rothenburg nach Stockholm in Schrek

ken, da er haͤufiger befahren iſt, und dort mehr Naͤubereyen begangen werden. Die Kriminal⸗ geſetze Schwedens, kann man als milde an⸗ ſehen, und die Todesſtrafe wird ſelten verhaͤngt. Ich fand mich in meinen Erwartungen ge⸗ taͤuſcht, als ich das Haus der Edelleute beſah; es enthaͤlt den Saal und das Zimmer, welche fuͤr dieſen Theil des Reichstags beſtimmt ſind, und den man, wie es jetzt nach dem Willen des Souverains beſtimmt iſt, als ein bloſes Schattenbild von Macht anſehen kann. Waͤre die Autoritaͤt der Staͤnde nicht lediglich nomi⸗ nal, ſo wuͤrden die Landbeſitzer Urſache haben, ſich zu beklagen, da ſie gänzlich von aller Theil⸗ nahme an der Geſetzgebung ausgeſchloſſen ſind, indem dieſe ſchattenmaͤßige Repraͤſentation, ſelbſt zu der Zeit, als ſich der Reichstag, in voller Macht befand, und den Souverain in Abhaͤn⸗ gigkeit hielt, auf den Adel, die Geiſtlichkeit, die Buͤrger und die Bauern eingeſchraͤnkt war. Das Aeußere dieſes Gebaͤudes iſt einfach, aber ſchoͤn. In dem davor liegenden Quadrat ſieht man die Statuͤe zu Fuß von Gustav Wa⸗ ſa, von Meyer verfertigt, die der Adel mit großen Koſten hat errichten laſſen; indeß iſt ſie nach meiner geringen Meynung des unſterb⸗

V