Teil eines Werkes 
1. Th. (1806)
Entstehung
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ſchaften von Sproͤdigkeit. Wenn nämlich ein ſchwediſches Frauenzimmer auf der Straße geht, ſieht ſie ſich niemals um, noch brgluͤkt ſie Je⸗ mand, der ſich ihr naͤhert, oder von ihr geht, durch einen Kuß. Dieſe kalte Gewohnheit iſt wirklich ſonderbar, wenn man in Erwaͤgung zieht, daß dieſer Gruß, ſelbſt unter Maͤnnern, faſt uͤberall auf dem feſten Lande herrſcht. Ich war ſehr neugierig, den Gerichtshö⸗ fen, oder, wie man ſie hier nennt, Kämners- rätter, beyzuwohnen, deren es vier in Stock⸗ holm giebt; allein ich fand ſie alle verſchloſ⸗ ſen, und daß nur die Richter, die Partheyen und die nothwendigen Angeſtellten Zutritt er⸗ halten. Was fuͤr ein Kontraſt gegen die un⸗ eingeſchraͤnkte Offenheit, womit man in Eng⸗

land die Geſetze in Anwendung bringt. Indem

man die Thuͤren der Gerechtigkeit oͤffnet, und ſie in ihrer ehrwuͤrdigen Majeſtaͤt zeigt, wer⸗ den ihre Verordnungen weit mehr verbreitet, und die Achtung, die man ihrem Befehl er⸗ zeigt, vergroͤßert ſich durch die Verehrung, wel⸗ che ſie durch ihre Gegenwart weckt; ihr Sitz iſt nicht blos der Verwahrungsort des Geſetzes, ſondern aller Art von Gelehrſamkeit; die Schu⸗ le der Beredtſamkeit, worin die Landesſprache

ihre hoͤchſte Verfeinerung erreicht. Von was

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