zern, Ruſſen, Daͤnen und Franzoſen; wollte der Himmel, daß ihre reſpektiven Nationen eben ſo vergnuͤgt und vertraut ſeyn koͤnnten, als es dieſes bunte Gemiſch ihrer froͤhlichen Eingebohr⸗ nen war. Das Mahl danerte erſtaunlich lange. Der Appetit der dabey gegenwaͤrtigen Schoͤnen war ſehr weit davon entfernt, gering zu ſeyn, ſondern nach einem bey uns uͤblichen Ausdrucke
that ihnen das gut, was ſie genoſſen.
Die daͤniſchen Damen ſind fleiſchicht, und haben ein offenes und edles Geſicht, welches den Augenblick da das Auge es ſieht das Herz verſteht und liebt; ſie gleichen ſehr der hoͤhern Klaſſe von Wonvermanns Figuren und ha⸗ ben viel von jenem vergnuͤgten guten Humor, den man allgemein bey ſtarken Perſonen findet. Jetzt habe ich ſo viel zu ihren Gunſten geſagt, welches ſie auch in einem hohen Grade verdie⸗ nen; dagegen muß ich aber hier anfuͤhren, daß ſie nicht ſo aufmerkſam auf die Reinlich⸗ keit ihres Anzugs ſind, als ihre Nachbaren; ſie
beduͤrfen eines Addiſons, um ſie mit ſeinem
feinen Witz uͤber ihr ſchmuziges Kleid durch zu nehmen; ſie ziehen naͤmlich, wenn ſte Zeug kau⸗ fen, einen dunklen Kattun faſt immer vor, weil er nicht braucht gewaſchen zu werden. Das daͤniſche Franenzimmer wuͤrde gleich die


