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S. 86. Der Thurm David's, ein gothiſches Gebaͤude, auch der Piſaniſche Thurm genannt, vielleicht weil er in den Kreuzzuͤgen von den Piſanern erbaut wurde.
S. 88. Profeſſor Scholz, deſſen gehaltreiche Reiſe in die Gegendzwiſchen Alexandria und Paraͤtonium, die lybiſche Wuͤſte, Si⸗ wa, Aegypten, Palaͤſtina und Syrien in den Jahren 1820— 21(Leipzig 1822. 8.) auch uͤber Jeruſalem ſchaͤtzbare Aufklaͤrungen enthaͤlt, hat in den Wiener Jahrbuͤchern der Literatur, Band 35(Julius bis September 1816), S. 22 ff. darzu⸗ thun geſucht, daß die alte Meinung, welche den Golgatha und das Grab des Heilands in der Kirche des heiligen Grabes findet, trotz der Ein⸗ wuͤrfe neuerer Schriftſteller, gegruͤndet ſei. Er glaubt aus der Vergleichung der alten Nachrichten mit der Oertlichkeit den Schluß ziehen zu koͤnnen, daß der Richtplatz, der nach juͤdiſchen und roͤmi⸗ ſchen Geſetzen außerhalb der Stadt ſein mußte, in dem Stadttheile geweſen ſei, der zwiſchen Mitter⸗ nacht und Abend liegt, wo ſonſt Graͤber waren. Er will noch Spuren der Mauer gefunden ha⸗ ben, welche den Richtplatz und das in deſſen Naͤhe gelegene Grab von der Stadt ausſchloß. Alle Schriftſteller ſagen, der Golgatha habe weſt⸗ lich von der Stadt und noͤrdlich vom Sion außer⸗
halb der Stadtmauer gelegen. Hadrian, der das


