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Werke S. 234 ff. umſtaͤndlich beſchreibt, ſind in den Felſen gehauen und bemahlt, ausgenommen in einer Kammer, wo man nur Umriſſe ſieht. Man hat ſehr auf Genauigkeit der Umriſſe ge⸗ ſehen. Es finden ſich mehre roth gezeichnete Skizzen an den Waͤnden, die ſpaͤter mit Verbeſſerungen ſchwarz gezeichnet waren. Rings um dieſe ſchwar⸗ zen Linien wurde der Stein weggehauen, wodurch die Figuren einen halben Zoll, oder mehr nach Verhaͤltniß ihrer Groͤße, hervortraten. Alsdann wurden ſie weiß uͤbertuͤncht, worauf der Mahler die Farben auflegte, die nach 2000 Jahren noch ihre urſpruͤngliche Friſchheit haben. Unter den vielen Darſtellungen iſt beſonders eine merkwuͤrdig, wor⸗ in man die Voͤlker verſchiedener Menſchenarten, braune, ſchwarze und weiße, unterſcheidet. Die eigenthuͤmlichen Zuͤge der Aethiopier oder Nubier, der Juden, der Neger und der weißen Aſiaten ſind nicht zu verkennen.
S. 152. Merkwuͤrdig iſt die von Clarke(Bd V,
S. 86) gegebene Nachricht, daß einige Brahminen, die mit dem indiſchen Heere unter Hutchinſon nach Aegypten kamen, in Denderah Abbildungen des Gottes Wiſchnu zu ſehen glaubten, und ſich kaum abhalten ließen, die Araber fuͤr die Vernach⸗ laͤſſgung des Tempels zu zuͤchtigen. Light(Tra- vels in Egypt, Nubia etc. London 1818. 4.)
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