Teil eines Werkes 
1. Th. (1826)
Entstehung
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wieder in die Naͤhe von Kurnu waren, ſuchten wir die Wohnung des Arabers Osmin, der die Schluͤſ⸗ ſel aufbewahrt. Wir mußten zwei Stunden auf ſeine Ankunft warten. Er ſetzte uns ein Paar Huͤh⸗ ner und einige Brotkuchen auf einer Matte unter freiem Himmel vor, da wir einen ermuͤdenden Weg zu machen hatten. Unſer Pfad ging zuerſt durch ei⸗ ne Sandflaͤche, und ſtieg dann beſchwerlich bergan, bis wir in die Naͤhe der Graͤber kamen. Sie liegen in einer Art von Amphitheater, das von nackten und ſpitzigen Felſenbergen gebildet wird. In der Mitte deſſelben geht eine ſteile Kluft hinab, in de⸗ ren Tiefe der Eingang zu dieſen Wohnungen der Todten iſt. Als wir eine Treppe hinabgeſtiegen waren, oͤffnete ſich die Pforte des groͤßten Grades, und ein allmaͤhlig abſteigender Gang fuͤhrte uns in mehre Gemaͤcher. Es iſt unmöͤglich, das Erſtaunen und Vergnuͤgen zu ſchildern, womit man dieſe wun- derſamen Begraͤbnißplaͤtze ſieht, und es gibt keinen aͤhnlichen Anblick in der Welt. Es ſind der Ge⸗ maͤcher vierzehn, und alle in den Felſen gehauen. Alle Waͤnde und Decken ſind mit Verzierungen in hald erhobener Arbeit geſchmuͤckt, die ſich auch dar⸗ um ſehr gut erhalten haben, weil ſie gegen Beſchaͤ⸗ digungen und die Einwirkung der aͤußern Luft ge⸗ ſchuͤtzt waren. Die Mahlerei hat ein ſo friſches Anſehen, als ob ſie erſt wenige Jahre alt waͤre. Die ſchoͤn und tief in den Felſen gearbeiteten Fi⸗ 10

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