Teil eines Werkes 
1. Th. (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8

ſchleppt. Der Grieche kniete nieder und faltete ru⸗

hig ſeine Arme auf der Bruſt, ohne daß ſich die mindeſte Veraͤnderung in ſeinen Zuͤgen gezeigt haͤt⸗ te, und wurde auf der Stelle erſchoſſen. Ich ging ngchher zweimahl an dem Leichname dieſes Man⸗ nes voruͤber. Die Tuͤrken hatten, wie ſie es oft nach ſolchen Hinrichtungen thun, den Kopf in aufrechter Stellung zwiſchen die Kniee geſetzt, und der Voruͤbergehende konnte daher dem graͤß⸗ lichen Anblicke nicht gut ausweichen. Die Tuͤr⸗ ken ſind Meiſter in der Kunſt, mit einem Hiebe einen Kopf abzuhauen. Ich wollte ſpaͤterhin in Smyrna einſt am fruͤhen Morgen Zeuge einer Hin⸗ richtung ſein, wobei drei und zwanzig Griechen geopfert werden ſollten, aber alles war voruͤber, als ich auf dem Richtplatze ankam, wo die Leichname auf einem Haufen lagen. Die Weiber kamen in dieſer Hinſicht beſſer davon, aber wehe allen, die nur einige Reize hatten! Sie mußten immer in's Harem wandern, um den Luͤſten der Tuͤrken zu die⸗ nen, waͤhrend man die Haͤßlichen gewoͤhnlich laufen ließ. Eine junge ſehr liebenswuͤrdige Griechinn ward in Konſtantinopel von einem armeniſchen Kaufmann fuͤr 20,000 Piaſter, uͤber 4000 Thaler,

ausgeboten. Ein Paſcha, der ihm ſo viel ſchul⸗

dig war, ſchickte ihm die Griechinn, die ſeine Ge⸗ fangene war, an Zahlungſtatt, mit der Weiſung,

. ſie nicht wohlſeiler zu verkaufen. Als Hivaly, eine

7

3. 2 õÿõÿõ