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für mich geweſen, das biſt Du noch jetzt und das blei⸗ beſt Du ſo lang' ich lebe... höre, höre.
Severin's Sinne wurden entführt auf den brauſen⸗ den Wogen in Viola's Worten und Tonfall. Er faßte das aufgeregte, leidenſchaftsvolle, zugleich glühende und bewußtloſe Mädcheu in ſeine Arme und preßte ſte an ſeine Bruſt in einer Umarmung, ſo feſt als koͤnnten ſie ſich nie mehr trennen.
„Wenn Du es biſt, die für ſie bitt?t,“ flüſterte er mit kurzen Athemzügen,„ſo kann weder mein Haß, noch mein Abſcheu ſie treffen. Viola wird in ihres Gatten Hauſe das Recht haben, ihre Freundin zu beſchützen.“
„In ihres Gatten Hauſe... hu, hu, ſprich nicht vaoun... biſt Du wahnſinnig, daß Du das erwähn⸗ teſt
„Der Kummer hat Dich verwirrt, armer Engel— Du bebſt doch nicht vor Demjenigen, in geſſen Arme Du jetzt ruhſt, und der mit dieſem erſten heiligen Kuſſe Dir ſein Leben weiht?“
Einige Sekunden lang war Viola betäubt, dann aber riß ſie ſich gewaltſam aus Severins Armen los.
„Weihe dein Leben nicht mir, deſſen ganzer Reſt von irdiſcher Seligkeit in der Erinnerung an dieſe verfloſſene Minute liegt— weihe es der Reue, ein ſo unglückliches Geſchöpf, wie ich bin, geliebt zu haben... Marbins... o ich vermag nicht zu ſprechen... Jeanne Sophiens Ehre konnte in den Augen der Welt wieder hergeſtellt werden und ich.. und ich.. und ich..“
„Und Du?“
„Ich habe dieſe Ehre gekauft von den Eltern des Lieutenants Emil.“
Severin ſtierte ſie an— ſeine Blicke begannen ſchauerlich zu werden.
„Am Sonntag werden beide Lieutenants Marbin ausgerufen... ich hatte eine Schuld gut zu machen, ich habe ſie gut gemacht.“


