24. N Das Frühſtüch.
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„Siehe da, meine liebe Viola, heute bekommen wir den Hausherrn an den Tiſch. Er ſagte mir ſoeben, daß er im Speiſeſaal frühſtücken wolle.“
„Ach wie freut es mich, daß er wieder geſund iſt!“
Viola erröthete wirklich vor Freude, als man ihr verſprach, daß ſie ihren Vormund wieder ſehen ſolle, auf deſſen nähere Bekanntſchaft ſie immer neugieriger geworden war. ¹
„Und nun, mein lieber Engel,“ ſagte Frau Laura, „will ich Dir ſagen, daß all Dein Wohlbefinden hier im Hauſe davon abhängt, wie Du Dich im Anfang zu unſrem lieben Original ſtellſt.“)
„Ich denke,“ antwortete Viola nicht ohne einen Anflug von einigem Stolz,„mich auf gar keine vorausbe⸗ ſtimmte Art zu ſtellen, ich werde mich ſo geben, wie der Augenblick es mit ſich bringt, und je nach den Ein⸗ drücken, die ich erfahre.“
„Haſt Du es ſo im Sinn, nun dann gratulire ich Dir zu einer angenehmen Zukunſt... Du erlaubſt mir wohl, wenigſtens Dir zu ſagen, daß unter allen Bekann⸗ ten des Kriegsrathes nicht ein einziger iſt, der auf ſeine kleine Eigenheiten ſo wenig Rückſicht nähme, wie Du zu beabſichtigen ſcheinſt.“
„Aber, mein Gott, man kann doch nicht verlangen, Der Vormund.. 1


