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weicher als das einer ſanften Frau, aber mit der ſtarken Kraft eines rechtſchaffenen Mannes, der um Menſchengunſt weder nach rechts noch nach links weicht.
„Und doch war er nicht vollkommen— denn die Schwochheit der menſchlichen Organiſation geſtattet keine Vollkommenheit...“
Bei dieſen Worten zuckte der Lebendigtodte zu⸗ ſammen.
Es war zwar eine beinahe unmerkliche Bewegung, aber dem Pfarrer entging ſie doch nicht, obſchon er that, als ob er nichts bemerkte.
„Nein, niemand hier in der Zeit kann der Voll⸗ kommenheit nahe kommen und der Kriegsrath Hampus Severin Wendelsköld hatte Fehler und Schwachheiten wie andre Sterbliche.
„Seine Fehler— welche gleichwohl nur ihn allein trafen— kamen theilweiſe von einem ſchüchtern nach innen gekehrten Gemüthe her. Er mißtraute ſich in vielen Dingen. In vielen Dingen glaubte er hinwie⸗ derum über Andern zu ſtehen und ſeine Anſpruchslo⸗ ſigkeit, obſchon ſie immer die eines edlen Charakters war, war dennoch öfter, als man glauben ſollte, der Deckmantel einer Art von geiſtigem Hochmuth...“
„Mein Freund, ich weiß nicht... ich meine... ich verſtehe nicht recht...“
„Still, Bruder! Wenn man über einen Todten ſpricht, ſo darf man ohne Unterbrechung weiter reden.“
„Weiter alſo.“
„Die zweite Schwachheit im Charakter unſers Freundes beſtand in einem mißverſtandenen falſchen Ehrgeiz, einem unverſtandenen Verlangen nach Ruf, einem Ruf, ſo wie er ihn wirklich gewann, und der ihm vermöge ſeiner Handlungen ſicher zukommen mußte, auch ohne die Mühe, die er ſich darum machte.“
„Bruder!“
„Schweig doch— Du vergiſſeſt beſtändig, daß Du todt biſt,“


