Der Tambour von Wagram, von Marco de Saint⸗Hilaire. Deutſch
von
Otto Herbſt.
(Fortſetzung.) 6.
Jeder hat ſeine Anſichtsweiſe.
Den nächſten Morgen begab ſich der General Michelin, welcher den vorigen Tag ſich beeilt hatte, die Ordre des Aufſchubs an die gehörige Stelle ge⸗ langen zu laſſen, in die Abtei und wies ſich beim Aufſeher des Gefängniſſes aus, der ihn ſo ſchnell als möglich in das Zimmer Romeufs führte.
Beim Anblick ſeines Oberſten, welcher in der aufrechteſten Haltung hereintrat, beim Anblick eines Mannes, der ihn hatte verdammen müſſen, vergrößer⸗ ten ſich die Augen des Tambours auf eine ſchreckliche Weiſe; ein konvulſiviſcher Krampf zog ſein Geſicht zu⸗ ſammen, aber er ging nicht von der Stelle; es war, wie wenn er angenagelt wäre.
Den Tag vorher, als die Stunde da war, zu


