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Der General ſetzte ſich in eine Fenſtervertiefung, die Augen feſt auf den Uhrenpendel im Saale geheftet, deſſen Zungen ihm zu ſchnell gingen.
Sehen wir, was ſich am ſelben Morgen in der Kriegsſchule und in der Abtei zugetragen hatte.
Kaum hatte der Gerichtsſchreiber unſerem Romeuf ſeine Verurtheilung bekannt gemacht, als dieſer förm⸗ lich erklärte, er wolle den Recours an die Gnade des Kaiſers nicht, und ſei zum Tode entſchloſſen;„das iſt meine Anſichtsweiſe“ fügte er hinzu. Nachdem der unglückſelige Termin verlaufen war, und Jedermann den Verluſt eines Soldaten, wie Romeuf, bedauerte, hatte der General Michelin die nöthigen Befehle ge⸗ geben, um die Vollziehung des Urtheiles zu ſichern, welches um drei Uhr Nachmittags Statt finden ſollte, zu welchem man im Bataillon, dem Romeuf ange⸗ hörte, die Namen der Unteroffiziere,(Sergeanten and Korporale) durch Loos herauszog, welche den ſchrecklichen Dienſt vollziehen ſollten. Was den Ser⸗ geanten Bonneville betrifft, ſo war ſeine Verzweiflung ungeheuer. Er hatte den General in ſeinem Logis aufgeſucht, und mit Thränen in den Augen geſagt: „Mein Oberſt, werden Sie dieſen armen Romeuf als einen ſchlechten Soldaten erſchießen laſſen? Wenn das Unglück will, daß ich das Exekutionsbataillon begleiten ſoll, ſo werde ich mir nachher das Gehirn verbrennen müſſen.“
„Was wollen Sie, daß ich thun ſoll?“ antwortete der Chef;„Ihr Romeuf iſt ſo eigenſinnig, als ein Maulthier; wenn er Etwas in ſeinem Hirne hat, ſo gibt es kein Mittel, um es ihm herauszunehmen. Er will, daß man ihm den Kopf nimmt; nun ja! man wird ihm denſelben nehmen.“
„Mein Oberſt, wollen Sie mir die Vollmacht geben, ihn aufzuſuchen? vielleicht kann ich ihn beſtim⸗ men, daß er es gerne ſieht, wenn man zu ſeinen Gunſten ins Mittel tritt.“


