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Der Stellvertreter : ein humoristisches Familiengemälde ; fünf Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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425 gen, Deinem Willen offen zu widerſprechen, der immer richtig und gut iſt? Nein, ich glaube nicht, daß ich ſo dreiſt ſeyn kann, Alexander.

Ach Du kleine Heilige, ſprach der Rittmeiſter ſcherzend.Was thuſt Du denn gerade jetzt anders, als meinem Wunſche widerſprechen? und überdieß, wie war es mit den Jagdhunden?

Nun ja, beſter Alerander, dieß iſt auch der einzige

Fall, worin ich Deine Meinung nicht getheilt habe,

erwiederte Auguſte erröthend.Ich geſtehe, daß mir ihr Bellen ſehr weh' that, und ich war egoiſtiſch genug, Dich um ihre Entfernung zu bitten, obwohl Du ſo viel Vergnügen von ihnen haſt. Ich habe eingeſehen, daß ich unrecht hierin handelte, mein Alexander, und ich bitte Dich von Herzen, Du mogeſt es mir verzeihen. Noch in dieſer Stunde will ich Weſterlind ſagen, daß er ſie holen ſoll. Du biſt doch nicht böſe auf mich, guter Alerander, ſetzte ſie ſchmeichelnd hinzu und ſah ihm in's Auge, während eine wiſſenloſe Thräne auf die Hand des Rittmeiſters niederfiel, die ſie in der ihrigen hielt.

Meine theure, meine geliebte Auguſte, mein Weib, was iſt das? Welche Bewegung! Brauch' ich wohl zu ſagen, daß ich nur ſcherzte, kannſt Du glauben, daß ich in Ernſt Dir einen Vorwurf und noch dazu einen ſo ungerechten machen würde? Nein, ſey ruhig, meine gute Auguſte, das kann nicht geſchehen, die Hunde bleiben in Sorrbypark. Arel iſt froh an ihnen, das darſſt Du glauben, und ich gehe eben ſo gerne zuerſt dor wenn ich auf die Jagd will, als direkt von hier au.

Ach Alexander, Du biſt ſo gut, ſo unaue echlich gut, daß es mein Tod wäre, wenn dieſe theuren liebe⸗ vollen Augen einmal jene dunklen Blitze auf mich ſchößen, die ich in ihnen geſehen habe, wenn Du auf Jemand böſe wirſt.Was ſchwatzeſt Du, mein Engel! die Blitze weichen vor der Sonne. Mein Auge kann nie Der Stellvertreter. 28