56 leere Halbverdeck, grüßte den Kapitän mit leichtem Kopf⸗
me
nicken nebſt ein paar Worten, und rief dann eine Auf⸗ ve 3 wärterin herbei, welche plaudernd umherging:„Zeig uns
die Kajüte, welche für den Obriſtlieutenant, Kammerherr ſpi
. von Dreſſen nebſt Familie beſtellt worden iſt.“ ge
„Das iſt ſie,“ ſagte Jungfer Chriſtine, als die M
Herrſchaften die Treppe hinabgeſtiegen waren, und ſchloß„d
die Thüre von Nro. 2 auf. Ge
„Pfui Tauſend, das Loch da will ich nicht haben!“ der
polterte der Obriſtlieutenant.„Hier müſſen wir ja bra⸗ ihn
ten! Sage dem Kapitän, daß ich eine andere Kajüte haben muß!“
„Es iſt keine mehr frei, außer noch eine, und die tun iſt für einen andern Herrn ſchon beſtellt,“ wandte Th Chriſtine ein. „Gleichviel, geh nur, es muß ein Tauſch vorgenom⸗„ men werden.“ Der Obriſtlieutenant winkte ihr mit der Ob
Hand ab und warf ſich dann auf einen Sopha. Ohne ger ſich weiter darum zu bekümmern, wo ſich die Damen
mit ihren Sachen einrichten ſollten, ſchleuderte er des — ſeinen Hut, Handſchuhe, Reiſetaſche und Pfeife auf den Mo kleinen Tiſch. Be „Hier wird es eng hergehen,“ ſagte die ältere und Dame, die Gemahlin des Obriſtlieutenants, und gab hin ihrer Tochter Amelie, welche eben erſt ihr Köpfchen her⸗ einſteckte, ein Zeichen, ihre ſieben Sachen auf die linke käſt Seite der Kajüte zu legen. eine „Man muß ſich einſchränken; ich habe es ſchon
zwanzig Jahre ſo machen müſſen,“ verſetzte der Obriſt⸗ hob
lieutenant rauh. als In dem Augenblicke kam das Mädchen mit der Ant⸗ dige wort des Kapitäns zurück, daß der Herr unmöglich eine Kah
andere Kajüte haben könne. und
„Das wäre doch eine merkwürdige Geſchichte, wenn Sie ich nicht ein Mal einen Tauſch ſollte vornehmen dür⸗ Ma fen.— Geh noch ein Mal hin und bitte den Kapitän, wer
I er möge ſo gut ſein und einen Augenblick herunter koum-⸗


