I.-
Der Held.
Scharf und ſchneidend bließ der Oktoberwind durch die knarrenden Zweige eines dichtverwachſenen Waldes im ſüdweſtlichen Theile von Schweden. Zuweilen ſchien der Sturm mit einem langgehaltenen Seufzer dahinzu⸗ ſterben;— allein plötzlich erneuerte er wieder den Kampf mit den rieſenhohen Tannen, und gab ſich nicht eher zur Ruhe, bis dieſe, gleich beſiegten Feinden, ſich vor ihm zur Erde beugten. Umgeben von ſchwarzgrauen Wolken ſtand der nächtliche Wächter in ſeiner unbeweg⸗ lichen Ruhe und blickte herab auf den wogenden Kampf.
Auf einem der Fußpfade, welche den Wald durch⸗ ſchnitten, eilte raſchen Schrittes ein Weſen dahin, das ſoweit das herbſtabendliche Dunkel erkennen ließ, mit ſeiner Umgebung gleichſam verwandt zu ſein ſchien. Eine zerlumpte Jacke uͤberließ die gebräunte, kräftig gebaute Bruſt den niederhängenden Tannen⸗ und Fichtenzweigen zum ungeſtörten Spielplatze, und das ſtruppige Haar, auf welchem eine rauhe Hand mit Mühe die zottige Pelz⸗ Wehe feſthielt, flatterte im Sturme um das ſonnverbrannte
eſicht. 4—


