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fordere ich Dich auf, begnüge Dich mit dem Baron! Aufrichtig geſprochen, bin ich aller dieſer getäuſchten Hoffnungen müde. Dieſe ganze Reiſe iſt ja eine Parodie auf alle geſunde Vernunft! Ich glaubte, wir würden von Deinen künftigen Schwiegereltern erwartet — und nun, da Alles um und um kommt, ſo wird weiter Nichts daraus, als was er ſagte, ein wahres Nomadenleben.“
„Die Reiſe iſt ja herrlich, welchen Namen man ihr auch geben mag!“ ſiel Blenda ein,„und Du weißt ſehr gut, Mutter, da mein Herz dem Grafen gehört, ſo werde ich den Baron nicht zu meinem Manne wählen!“
Dieſes ſagte ſie in einem Tone, der ziemlich be⸗ ſtimmt zu ſein ſchien, und dennoch unterdrückte ſte da⸗ bei eine Thräne, welche die unzarten Anmerkungen der Mutter hervorgerufen hatten.
Arme Blenda— ſie war übel daran!
Frau Emerentia ſchwieg, nicht eben aus Nachſicht gegen Blenda's Angſt, ſondern weil ſie es ſich zum brüßen Vorwurfe machte, daß ſie den Grafen nicht ſchon ängſt zu einer Erklärung gezwungen hatte. Nun, nun, auf der Rückreiſe ſollte dieſe ganz gewiß kommen: er hatte ja eine ſolche verſprochen, und ſie konnte nicht ausbleiben— doch das Schlimmſte war, daß eine vor⸗ hergehende die jetzt erwartete nicht überflüſſig gemacht atte
Inzwiſchen war es ſehr gut, daß man in Erwar⸗ tung des wichtigen Augenblickes Gelegenheit hatte, ſich durch einen Beſuch in dem ſchönen Hauſe zu beruhigen.
Und da Couſin Jean jetzt wiederum mit den Da⸗ men zuſammentraf, ſo ſtand man bald am Ziele der Promenade.
Das Gebäude war in einem einfachen, aber ein⸗ nehmenden Style aufgeführt, und der weitläuftige Gar⸗ ten, welcher ſowohl den Fond, als auch die Seiten⸗ couliſſen deſſelben bildete, zeigte ſich ſehr ehrwürdig mit


