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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
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Blenda's Gemüthsbewegung zu begehren, ſagte Frau von Kühlen nur:

„Geh, geh zu, mein Kind— laß uns erſt in's Haus kommen!“

Man merkte es deutlich, daß die gute Frau ſo zu ſagen wirklich vollgepfropft war von dem Geheimniſſe, welches ſie umherſchleppte.

Endlich war man die Treppe hinauf, über den Saal und in das Gaſtzimmer gekommen.

„Mach die Thür zu, Blenda!“

„Ach, ich rathe, Mutter, Du biſt verwundert über meine Unterredung mit dem Grafen!“

„Verwundert— nein, behüte, keinesweges! Ich war auf dergleichen vorbereitet. Wunderteſt Du Dich aber nicht, daß ich ſo lange ausblieb?“

„Ja wohl.. was hielt Dich denn auf?“

„Erzähle mir erſt, wie der Graf Dich traf, und Wort für Wort, was ihr einander geſagt habt!“

Blenda kam ihrem Wunſche nach, und Frau Eme⸗ rentia nickte zu Allem ihren Beifall.

„Siehſt Du nun, meine Kleine, ob ich Unrecht hatte? Gleich im Augenblicke Abenteuer, ſo wie man nur anfängt, ein wenig zu leben!.. Hätte wohl in aller Ewigkeit ſich dergleichen ereignet, wenn wir zu Hauſe geblieben wären?“

„Nein, niemals!“

„Doch ich merke, er will incognito auftreten— nun, das iſt kein Unglück; und dieſe Rathſchläge, welche natürlich ſehr wohlgemeint, wenn auch ganz uͤberflüſſig waren, verſchrieben ſich von nichts Anderem, als... Du verſtehſt wohl?“

„Was meinſt Du?“

„Von Eiferſucht, meine ich— von der Furcht, Du möchteſt die Huldigung eines Andern entgegennehmen. Dergleichen iſt leicht zu verſtehen.“

Blenda ſchüttelte den Kopf.„Ich glaube, er hatte