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Der Professor und seine Schützlinge : fünf Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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ihr beinahe ſchwindelnder Kopf erlaubte, den Sprüngen in der freundlichen Erzählung des Profeſſors folgte, war ſie am Ende ſo erfreut über Alles, und ſo müde, weiter zu gehen, daß ſie ganz zufrieden ausrief:So mag es denn in Gottes Namen ſein, wie unſer edler Freund es ausgedacht hat! Seiner Bemühungen für Roſa waren ſo viele und ſo große, daß er das Recht verdient hat, die Feierlichkeiten nach ſeinem Geſchmack anzuordnen. Widen, mein beſter Mann, ich bin überzeugt, daß Du hierin ganz meiner Meinung biſt?

Durchaus, liebe Brigitte Marie, erwiederte der Kommerzienrath, der es ſehr zufrieden war, die Sache ſo ganz abgemacht zu ſehen, da ſie ja nun einmal auf alle Fälle durchgehen mußte.Ich bin's zufrieden, und wir beide vereinigen unſeren herzlichen Dank gegen Bruder Ling für all die Mühe und Sorge, die er um das Wohl unſeres Hauſes gehabt hat.

Der Profeſſor empfing die dargebotene Hand, und obſchon er recht wohl ſah, daß der alte Hochmuthsteufel noch immer im Kommerzienrath ſteckte, ſo nahm er doch Alles für baare Münze und that, als merke er es nicht, daß die Herzlichkeit etwas kalt und erkünſtelt war. Auf Seiten der Frau Mama fand er ſie jedoch etwas natür⸗ licher, und deshalb erhielt Madame Widen den erſten Handdruck während ihrer langen Bekanntſchaft.

Roſa's Gefühle konnten ſich erſt gegen Abend recht Luft machen, wo ſie ihren alten, theuren Freund nach Hauſe begleitete. Als ſie nun auf dem wohlbekannten Sopha in dem kleinen gelben Zimmer bei einander ſaßen, da fühlte ſie ihr Herz leichter und mit der tiefſten Rüh⸗ rung dankte ſie ihm für ſeine unendlich reiche Liebe, die ſich während dieſer Jahre ſo oft erprobt und ihr endlich die höchſte Seligkeit des Lebens zugeführt hatte.

Es war hohe Zeit, mein Kind, erwiederte der Profeſſor, indem er von der ungewöhnlichen und langen

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