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einer in jeder Hinſicht ſchönen und lieblichen Zukunft, denn ſogar die Prüfungen, welche Du mir aufzuerlegen Willens ſein kannſt, werden mir ein Genuß: ſie werden mir dazu dienen, zu zeigen, daß ich niß nach dem un⸗ ausſprechlichen Gluͤck, das Gott mir beſcheert hat, von meinen bisherigen Fehlern verſucht werden kann. Ich will mir alle Tugenden erwerben, damit mein Kind ſie von mir lernen möge.“
Helmer's Gefühle waren ſo erregt, ſo getheilt, ſo erſchüttert, daß ſeine einzige Antwort auf Edith's rüh⸗ rende Erklärung ein tiefer, ein unermeßlicher Seufzer war.
„Armer Ernſt!“ ſagte das junge Weib mit einer Reſignation und einer Mildigkeit, welche mächtig auf ihren Gatten einwirkte,„wie unglücklich mußt Du nicht ſein, da dieſe Neuigkeit, dieſe Wahrheit, dieſe große und herrliche Gnade der Vorſehung von Deiner Seele nicht die Laſt hinwegwälzt, welche dort ruht, da dieſe beiden mächtigen Worte„unſer Kind“ Dich nicht zu einem neuen Daſein wecken und Dich das Bedürfniß fühlen laſſen, der ganzen Welt zu verzeihen!“
„Ja,“ antwortete er mit unſicherer Stimme,„ich bin ſehr unglücklich, denn die Offenbarung dieſes Ge⸗ heimniſſes— welches, wenn es fruͤher gekommen wäre, uns in die reinſten Freuden des Paradieſes eingeweiht haben würde— wirft nun nur eine doppelte Finſterniß auf meine Seele.“
„Wie?“
„Höre mich mit Ruhe an, Edith! Ich rufe Gott um Zeugen, daß ich Dich nicht beleidigen will; doch
ahrheit bleibt Wahrheit, und was Dir allen Kummer, alle getheilten Gefühle und Intereſſen auszugleichen ſcheint, das thut es nicht bei mir. Was geſchehen iſt, das kann ja keine göttliche und keine menſch iche Macht ungeſchehen machen, und wenn auch die Erinnerung ſtirbt, ſo ſtirbt ſie doch nicht augenblicklich. Und es wäre unbedachtſam, unverantwortlich, Micht bloß um meinet⸗, ſondern auch um Deinetwillen, wenn ich mich noch einmal bethören ließe. Jetzt iſt der Entſchluß
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