1 Her⸗
gewe⸗ reiſen
aß er 1, der man
Des Abends war es überdieß ſehr oft ſein Loos— obgleich Helmer und die gnädige Frau ebenfalls ihre Looſe hatten— mit dem Grafen Schach oder Tivoli und zur Abwechslung wohl einmal Wira zu ſpielen; da jedoch Kartenſpiel nie ſeine ſchwache Seite, ſondern zu den Zeiten des Hofraths nur eine Rachgeebigttit geweſen war, und der Graf das alte, ehrliche Bretſpiel nicht mochte, ſo ermüdete der Onkel immer mehr. Da hiezu ferner noch kam, daß der Graf, welcher ihn an⸗ fänglich gar nicht entbehren konnte, jetzt in ſeinem träumeriſchen Entzücken kaum bemerkte, wenn er an einem ganzen Vormittage gar nicht kam, und Edith, welche ſets zwiſchen Fieberhitze und Fieberfroſt ſchwebte, an ſich ſelbſt genug zu haben ſchien, ſo hielt der Alte ehlu das Beſte, den Ranzen zu packen und davon zu ehen
3 Es war gerade noch Zeit, einige Wochen zu wan⸗ dern, und ſich dann auf Grandalen in die Winterquar⸗ tiere zu begeben, wo es Zeit ſein konnte, von der Colonie und von der Ernte Notiz zu nehmen.
Aber es war mit Onkel Janne's Anweſenheit an einem Orte gerade ſo, wie mit der Wärme und dem Sonnenſchein nach einer kalten und naſſen Zeit! man merkt, daß es beſſer, ruhiger, angenehmer wird; aber man weiß der Sonne keinen Dank dafür, daß ſie uns wärmt und wohlthut; man wird nur unruhig, wenn ſie uns zu verlaſſen droht.
So gab es auch Unruhe auf Dagby, als es ver⸗ lautete, da der geliebte Onkel Aller aufbrechen wollte.
„Nein, um Gottes willen!“ rief Edith aus und warf ſich dem Greiſe in die Arme; ich fühle, daß alles Unglück über uns kommt, Onkel, wenn Du uns ver⸗ läſſeſt Glaube mir: nur Deine Anweſenheit hält es ab.“
„Aber, meine Du, wie kannſt Du ſo kindiſch ſchwatzen! Es gibt vielleicht Menſchen, denen ich wirklich nützen kann. Hier bin ich ganz überflüſſig. 4
„Ueberflüſſig?“— wir werden's ſchon ſehen, Onkel, Ein launenhaftes Weib. I.


