Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1849)
Entstehung
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Was wird hieraus werden? dachte unſer ehrlicher

Onkel, indem er nicht ohne Herzklopfen und mit der Vorſtellung von Meſſerſtichen, Leichen und Blut ſich niederbückte und lauſchte. Und das Herzklopfen wurde noch vermehrt, die Phantaſie noch unheimlicher, als er in dem improviſirten Gefängniſſe einen Menſchen deutlich ſeufzen hörte.

Ohne Zeitverluſt aber wendete er ſeine ganze Stärke

an, und da dieſe nicht unbedeutend war, ſo hatte er den Stein bald hinweggeſchafft.

Doch wie beſturzt war nicht Janne, als er in der

großen Aushöhlung der Grotte anſtatt einer Leiche, eine kleine, allzu kleine Menſchenfigur fand, welche zitternd und weinend auf einem hervorſpringenden Felſenblock ſaß.

Wenn wir ſageneine kleine, allzu kleine Men⸗

ſchenfigur, ſo iſt dieß buchſtäblich geredet. Denn die Perſon, welche man in der Grotte eingeſperrt hatte, war

nich

t volle drei Fuß hoch, und mit ihr verglichen, konnte

Onkel Janne für einen Rieſen gelten.

Wer biſt Du, kleiner Knirps? Ich bin der Knirps! antwortete das arme Weſen

mit einer ſo betrübten Miene, daß die Herzensthüren des Onkels Janne, welche ſchon ein wenig offen ſtanden,

jetzt

ſperrangelweit aufflogen.

Armes Kind! Wie alt biſt Du?

Ich bin im zwanzigſten Jahre.

nud Du biſt hier zu Hauſe? a.

Warum hat man Dich denn eingeſperrt?

Um mich zu ängſtigen.

Wer wollte das?

Mein Bruder.

Er iſt alſo böſe?

Der Jüngling ballte die Fauſt mit einer drohen⸗

den Geberde.

4 ihm

Ein launenhaftes Weib. I.

Ich verſtehe! entgegnete Janne; Du möchteſt es gerne wieder heimgeben?

Ja, ja aber er iſt ſtark!