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brachte er es jedoch nicht, denn nachdem er in den hei⸗ ligen Stand der Ehe getreten war, und außer einigen andern Gütern in Wermland das große Hüttenwerk Dagby erhalten hatte, wo er ſich mit ſeiner, jetzt nicht mehr jungen Gattin niederlaſſen konnte, nahm er Ab⸗ ſchied, ließ den Excellenzentitel fahren, und begnügte ſich
damit, der Vater ſeiner Unterthanen zu ſein. In dem
Laufe einiger Jahren wurde er auch der Vater zweier Töchter.
Jetzt, da er ein reicher und mächtiger Herr geworden war, wollte Franz, der von Dankbarkeit brannte, auch ſeinen Bruder Janne mit den Glücksgütern überhäufen deren er ſelbſt genoß. Janne aber wollte in keiner Art von Verbindlichkeit zu ſeiner Schwä gerin ſtehen, welche er, wenn wir das gelindeſte Wort anwenden ſollen, nicht liebte; denn wäre nicht ihre Eitelkeit geweſen— mochte man auch übrigens ihre Treue und Standhaftigkeit loben, ſo ſehr man wollte— ſo hätte Franz ſchon lange zuvor glücklich ſein können. Darum war es auch un⸗ möglich, ihn dahin zu bringen, daß er mehr nahm, als ſein einſt vorgeſchoſſenes Kapital. Mit dieſem konnte er ja immer noch ſeinen Jugendtraum verwirklichen.
Und in ſo fern es von der Reiſe abhing, wurde derſelbe auch verwirklicht.
Drei Jahre lang brachte er mit der großen Reiſe zu.
Als er zurückkam, bemerkte Franz zum erſten Male in ſeinem Geſichte und Weſen einige Spuren eines leichten Schwermuthes, einer ſtillen Niedergeſchlagenheit — ach, Janne hatte es ſich geſtehen müſſen, daß er zu ſpät gekommen war! Der junge, feurige Künſtler fand ſich ſelbſt nicht mehr. Noch brannte zwar das Feuer in dieſer Bruſt, welche immerwährend jugendlich bleiben ſollte; doch die Begeiſterung, die Kraft, das Elaſtiſche in dem erſten Fluge der Phantaſie— das Alles war begraben.
Mit einem ſo feſten und ergebenen Gemüthe, wie das des Onkels Janne, mit einer ſo einfachen und wahren Gottesfurcht, wie die ſeinige, konnte es jedoch


