er ſich auf der einen Seite von tauſend eigenſinnigen Gläubigern und auf der andern von einer ebenſo unab⸗ weislichen Armuth beläſtigt, in tauſend langweilige und oft ſchwierige Verlegenheiten verſetzt, welche ſtörend wa⸗
keen fur ſeinen Fleiß und nicht im Mindeſten paßten, um
ddeen Schein der Eleganz und Unabhängigkeit zu unter⸗ halten, welchen er zu Anfang anzunehmen das Gluͤck gehabt hatte.
Um dieſe Zeit kam Janne in die Hauptſtadt, um, ehe er ſeine Wallfahrt in das gelobte Land anträte, ſeinen Bruder zu beſuchen, und ſich an dem Glücke zu freuen, das dieſer, als verlobt mit einem zu gleicher Zeit reichen und geliebten Mädchen, fühlen mußte und, wie ſeine Briefe verſicherten, auch wirklich fühlte.
Aber wie ging es wohl mit Janne's eigenem Glücke, als er vernahm, daß Franz ihn hinter das Licht geführt hatte, um ihn nicht zu betruͤben, und als er hernach mit eigenen Augen die große Bedrängniß und die un⸗ ſäglichen Bekümmerniſſe des Bruders bei dem Gedanken an das Ziel ſah, welches die Braut als den Preis ihrer Hand geſetzt hatte!
„Ach ſo,“ ſagte Janne,„ſie will Dich alſo nicht eher haben, als da etwas Großes aus Dir geworden iſt?“
„Kannſt Du ſie darum tadeln?“ entſchuldigte Franz. „Sie kann wohl nicht einen Hofgerichtsnotar heirathen und ſich ſelbſt und mich ebenfalls dem Gelächter Preis geben? Wir ſind ja beide jung, wir können warten!“
Janne antwortete nicht; er hatte nur ſeine Ge⸗ danken.
„Könnte ich mich nur aus meiner jetzigen ſchwie⸗ rigen Lage retten,“ fuhr Franz fort, ſo würde es her⸗ nach wohl gehen— wenn man aber zwei Jahre lang ni nn auf Credit gelebt hat, ſo... Du verſtehſt mich!“ Janne ſchüttelte das Haupt.
„Aurora hat mir mehrmals mit der größten Zärt⸗ lichkeit mit Gewalt Geld aufdringen wollen; doch ehe man glauben ſoll, daß meine Braut mich unterhält,
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