182
ler mächtiger Stamm das heilige Rußland gegen innere und äußere Stürme ſchützt. Und mit Michael Romanow war das Glück, den Frieden ſeines Reiches wieder herzu⸗ ſtellen, denn alle untergeordneten Prätendenten verſchwan⸗ den wie mit einem Zauberſchlage vor ſeiner Macht.
Die letzten Kämpfe in dieſer Beziehung fanden an der Wolga ſtatt, wo Zarucki im Namen der Czarin Ma⸗ rina und ihres Sohnes ſich Aſtrachans bemächtigt hatte, doch nur auf kurze Zeit in dieſer Stadt ſich halten konnte, denn Michael Romanow's Generale vertrieben ihn von dort und verfolgten mit ihrer Uebermacht ihn und Ma⸗ rina nebſt deren Czarewitſch auf der Flucht nach dem kaspiſchen Meere. Ein unglücklicher Julitag des Jahres 1614 war es, der ſie, an den Ufern des Jaik überfallen, in die Hände ihrer Feinde lieferte, von denen ſie nun in Feſſeln nach Moskau geführt wurden. Das Gerücht der
Ankunft der gefangenen Marina, der einſt zu Ehren die
dreitauſend Glocken der moskowitiſchen Hauptſtadt den Willkommensgruß geſungen und der Donner der Kanonen ihren feierlichen Einzug weithin in's Land verkündet hat⸗ ten, durchlief bald ganz Moskau; in einem Hauſe der großen Czarenhauptſtadt fand es allein einen nicht ver⸗ wehten Wiederhall, und dies war das des reichen Heili⸗ genbilderhändlers Walujew.
Die Zeit, welche Alles ordnet und ausgleicht, hatte auch hier ihre mildernde Kraft walten laſſen. Der Wahn⸗


