Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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zweifelhaft machte. Um jede Spur des Einverſtändniſſes mit Baſil Schuiski bei der Gefangennahme des Deme⸗ trius von ſich abzulenken, wollte Julian ſich ſelbſt von den Soldaten Galitſyn's mit gefangen nehmen laſſen.— „Verräther!“ donnerte ihm der Czar, das Blatt ihm vor die Augen haltend, zu.

„Verflucht ſei des Narren Zunge, der dieſe Lüge er⸗ funden!“ ſchrie Julian, ſich der ihn ſichtbar beherrſchenden Beſtürzung gewaltſam entreißend.„Ich ſpalte ihm den Schädel für ſeine ſchändliche Läſterung meiner Ehre.“

„Nicht mir, Herr,“ hoͤhnte Koſchelew..„ich bringe Dir einen Andern für Deinen guten Willen.“ Mit dieſen Worten ſprang der Luſtigmacher hinaus und erſchien nach wenigen Augenblicken wieder, einen an Händen und Füßen zuſammengeſchnürten und den Mund mit einem Knebel verſtopften Kerl, wie einen Sack über die Schulter gela⸗ den, hereintragend.„Hier iſt ſein Diener, Czar, der Ru⸗ ritſch... ich hab' ihn unter die Bank geſoffen, um ihm den Zettel abzunehmen; denn ich ahnte Schlimmes, weil ich ihn am äußerſten Ende des Lagers bemerkte. Was hatte Ruritſch dort zu thun? ich mußte es wiſſen... und mein luſtiger Streich war fertig. Wenn Du auf den Thron kommſt, Herr, mache mich zu Deinem Miniſter, ich ſaufe Deinen guten Freunden die ſchlechten Gedanken aus der Seele heraus; das können nicht alle Miniſter.“ Nach die⸗ ſem Scherze ließ Koſchelew ſeine Laſt von der Schulter