Volk in den Provinzen verhehlte keineswegs ſeinen Ab⸗ ſcheu gegen Baſil. Ueberall ſagte man:„Der Czar war ein wackerer Mann. Er hat kaum ein Jahr regiert und ſchon zitterten ſeine Nachbaren. Gott wird unſere Boja⸗ ren richten, die zwei Kaiſer nach einander getödtet haben. Werden wir deshalb glücklicher ſein?“
Dem neuen Czar lag es daran, ſeines Blutopfers An⸗ denken als das eines Betrügers zu brandmarken und der jederzeit dienſtfertige griechiſche Klerus war ihm dazu ein treuer Beiſtand. Der in Uglitſch gemordete Czarewitſch Demetrius ſollte deshalb zu einem Heiligen gemacht werden. Es war leicht, Erzählungen auszuſtreuen, die von einer Menge bei dem Grabe des kleinen Prinzen geſchehener Wunder ſtrotzten und auf dieſe das dumme abergläubiſche Volk zum ehrerbietigſten Staunen anre⸗ gende Erfindung Schuiski's erfolgte nun deſſen Befehl, die Leiche des heiligen Prinzen auszugraben. Man fand jedoch in dem Grabe, wo ſich die Wunder gezeigt haben ſollten und die darin beſtanden, daß die an dieſem angeb⸗ lichen Grabhügel des Czarewitſch betenden Lahmen und Blinden Heilung erlangt hatten, zur größten Beſtürzung aller Anweſenden keinen Sarg. Auf vieles Gebet der Prieſter kam endlich der tagelang vergeblich geſuchte Sarg aus der Erde emporgeſtiegen. Ueberraſchend war es, den kleinen Leichnam friſch und roth und mit eben ſo friſch erhaltenen Haſelnüſſen in der Hand zu erblicken, ob⸗


