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beſchwören und darum erfolgte der Befehl, das Grab zu unterſuchen und zu öffnen.
Merkwürdiger Weiſe.. vielleicht gut veranſtaltet ... fand man die Leiche des Czaren nicht im Sarge, ſon⸗ dern auf dem Boden, weit von der Kapelle, am anderen Ende des Kirchhofes wieder. Dies Wunder ſteigerte den Schrecken noch mehr und der jedenfalls von Bojaren oder von deren guten bei der Ausgrabung betheiligten Freunden leicht hingeworfene Gedanke, Czar Demetrius müſſe ein teufliſches Weſen, eine Art von Vampyr ſein, fand allge⸗ mein Eingang und ſchnell baute ſich das intereſſante Hi⸗ ſtörchen zuſammen: er habe die Magie bei den Finnen [damals deshalb in hohem Rufe ſtehend] erlernt und ge⸗ höre zu jenen Zauberern, die durch ihre Teufelskunſt zu ſterben und wieder aufzuleben verſtänden. Um dies zau⸗ beriſche Aufleben unmöglich zu machen, ließ man die Leiche zu Aſche verbrennen, welche mit einem Uebermaße von Vorſicht geſammelt und in eine nach dem Thore, durch welches der Gemordete ehemals in Moskau eingezogen, gefahrene und mit der Mündung gegen die polniſche Straße gerichtete Kanone geladen, in die Lüfte abgefeuert wurde.
So war ſein Staub in alle Winde verſtreut; aber ſeinen Namen und ſein Andenken auf ähnliche Weiſe zu zerſtören, das vermochte man nicht. Der erſte Kaiſer von Rußland hatte in ſeiner Perſon ein Räthſel repräſen⸗ tirt und war ſpurlos wie ein keine Mitwiſſer habendes


