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trat, fand er ſie vor den Heiligenbildern knieend beten. Sie ließ ihn lange genug warten, um ſicher ſein zu kön⸗ nen, daß er endlich ein Zeichen der Ungeduld geben werde, was auch wirklich geſchah, indem Baſil durch mehrmali⸗ ges Aufſtampfen ſeines Säbels ſeine Anweſenheit kund that. Die Czarin⸗Mutter erhob ſich, ihr Blick ruhte ernſt und finſter auf dem Fürſten.„Glaubſt Du, Baſil, daß den Heiligen weniger Aufmerkſamkeit gebührt, als Dir?“ fragte ſie.
„Jedes hat ſeine Zeit,“ war Schuiski's Antwort... „Himmel und Erde haben ihre eigenen und weit von ein⸗ ander verſchiedenen Anſprüche.“
„Es iſt ſo, wie Du ſagſt,“ ſtimmte die Vorige bei. „In uns Beiden zeigen ſie ſich verkörpert, wie ich glaube.“
Baſil Schuiski ließ eine Pauſe eintreten, die uner⸗ ſchütterliche Ruhe Marfa's ſchien ihn zu verwirren.
„Dein Begehr?“ fragte die erlauchte Dame.
„Ich komme im Namen der ruſſiſchen Nation zu Dir,“ hob der Fürſt an.„Gib eine runde, beſtimmte Antwort. Erkannteſt Du wirklich in dem Demetrius Dei⸗ nen Sohn?“
Marfa entgegnete mit ſichtbarer Verachtung:„Ent⸗ ehre Dich nicht noch mehr, Baſil, durch eine Frage, die zu ſpät kommt, um für einen Mord Entſchuldigung zu finden. Wie erbärmlich ſtehſt Du vor mir! Du willſt von mir ein Wundpflaſter für Dein Gewiſſe haben una


