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vertheidigt und genommen, die Thuren zerſplitterten unter den Axtſchlägen der Verſchworenen. Aus dem von den deutſchen Soldaten verrammelten Badezimmer führte kein Ausgang mehr weiter, und als deſſen Eingangsthüre un⸗ ter den ſchweren Axthieben in Stücken zuſammenbrach, ſahen ſich die wackeren Deutſchen gezwungen, ihre unnü⸗ tzen Waffen abzuliefern und ſich zu ergeben.„Wo iſt der Czar?“ ſchrien die Bojaren; aber Niemand wußte es, der Czar war verſchwunden. Die Wuth, ihr Opfer ſich entgangen zu ſehen, trieb die Rebellen faſt zum Wahnſinn.
Unterdeß die Morgenſonne dieſe Kämpfe beleuch⸗ tete und wildes Aufruhrgeſchrei die Stadt und den Kreml durchſchallte, waren auch die Zimmer Marina's zum Schau⸗ platz der roheſten Brutalität, der gemeinſten Raub⸗ und Blutgier geworden. Halb angekleidet entfloh Marina ihrem Schlafgemach, nur eine treue Seele war ihr auf der Flucht auf's Gerathewohl zur Seite, Praskowa; aber jeder Verſuch zu entweichen, blieb vergebens. Die bereits mit lärmendem Volk angefüllten Treppen verhinderten ihr Durchkommen; ohne erkannt worden zu ſein, gelangte ſie, von Praskowa geführt, glücklich wieder in ihre Gemä⸗ cher zurück, wo unterdeß ihre polniſchen Hofdamen ſich in kopfloſer Angſt und unter Wehgeſchrei und Jammern verſammelt hatten. Nur die Oberhofmeiſterin, Gräfin Olſiewska, bewahrte ſich einen Reſt von Geiſtesgegenwart, indem ſie auch in dieſer fürchterlichen Stunde der Etikette


