Teil eines Werkes 
4.-letzer Theil (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

men eine heu⸗ ab⸗ tige erſt, ch 14 ter⸗ err⸗

lücke

243

heit, welche Brant ganz verwunderte, ſeinen Wunſch, die beiden Herren noch eine Zeit lang als ſeine Gäſte zu behalten;„doch,“ ſetzte er hinzu,„was Brant, als Ehe⸗ mann betrifft, ſo ſehe ich wohl die Unmsglichkeit ein, daß er die Trennung von einem geliebten Weibe noch länger ertragen könnte; Kornelli dagegen iſt, ſo viel ich weiß, frei in des Wortes ausgedehnteſter Bedeutung, und es ſollte uns eine große Freude machen, wenn Du noch einige Wochen in Engelvik verweilen wollteſt.“ Eine hohe Röthe flammte einen Auc enblick über Kornelli's Wangen; aber zu Lindorms und Brants großer Verwunderung ſtammelte'er eine Entſchuldigung hervor, da er ſchon vorher ein anderweitiges Verſprechen gegeben habe. Georgine, die während des vorhergehenden Ge⸗ ſpräches kaum die Augen vom Tiſche erhoben hatte, ſah jetzt raſch auf. Mit einem Ausdruck von Wohlwollen heftete ſie ihren Blick auf Kornelli; aber er, deſſen beſ⸗ ſeres Gefühl bei Lindorms, wie er meinte, argloſem Vertrauen erwacht war, fühlte bei dieſem Blick, den er nicht recht verſtehen konnte, ſein Blut zum Herzen wal⸗ len. Er warf ein Glas Wein um, das er in der Hand hatte, und durchlief zum erſtenmal in ſeinem Leben alle Grade von der ſchüchternen, unbewußten Ahnung bis zur vollkommenen Ueberzeugung, daß das ganz neue Gefühl, das ſich ſeines Weſens bemächtigt hatte, das war, wel⸗ ches man Liebe nannte. Lindorms Auge bemerkte mit dem ganzen Scharfſinn eines liebenden und eiferſüchtigen Mannes, was in Kornelli's Innerem vorging; aber über⸗ zeugt, daß er ſelbſt unter den nämlichen Verhältniſſen ſiegreich aus dem Streite hervorgehen würde, trug er kein Bedenken, das Herz ſeines Freundes all' den Qua⸗ len und Kämpfen bloßzuſtellen, die ein Verweilen an dieſem Orte in die Länge nothwendig für ihn zur Folge haben mußte. Er griff ihn alſo noch einmal mit ſeiner ganzen, lebendigen Ueberredungskunſt an, und vergebens 16*

verſammelte, äußerte Lindorm mit einer Ungezwungen⸗