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Nun wollen wir noch hinzufügen, daß Lindorm, als ſeine Geſundheit wieder hergeſtellt war, in Hermer's Geſellſchaft den feierlichen und betrübten Zug unter⸗ nahm, und am vierzehnten December ſtanden ſie vor dem großen, leeren Burghof von Hamringen. Der alte Wilſon wankte ihnen entgegen; Sorgen und tiefer Gram uͤber die Nachrichten, die er ſchon durch Briefe von Waldenberg erhalten hatte, ſtanden deutlich auf ſeiner gefurchten Stirne zu leſen, als er unter reichlichen Thraͤnen ſeinem jungen Herrn die Hand reichte.
„Ich wußte wohl, daß es ſo gehen würde,“ ſagte er;„da ſie nicht zuſammen leben konnten, mußten ſie ſterben. O unſere junge, herrliche Konſtanze! Meine alten Augen werden nach dem Kummer nie mehr trocken werden, und in dieſem Leben bekomme ich keine frohe Minute mehr. Sie war der Geiſt, der Alles in dieſen düſtern Mauern belebte; und mein armer, armer Mül⸗ ler! Gott ſegne den Herrn Baron, daß er ihn mitge⸗ bracht hat! Und doch iſt es zu viel Jammer für mich alten Mann. Wollte Gott, meine Augen hätten es nicht geſehen, oder wenn es wenigſtens dem Herrn ge⸗ fiele, ſie bald für immer zu ſchließen!“
Wilſon's Gebet wurde erhört; ehe Lindorm und Her⸗ mer Hamringen verließen, hatten ſte ſeine müden Ge⸗ beine zur letzten Ruheſtätte begleitet. In der engen Familiengruft, welche jetzt für immer zugemauert wurde, ſtanden zu oberſt zwei ſchwarze, koſtbare Särge, und dunkle Runen auf den reichen Silberplatten zeigten das Schickſal derer an, die darin ſchliefen. Verſchiedene Umſtände bewirkten, daß Lindorm etwas länger, als er beabſichtigt hatte, zu Hamringen verweilte. Indeſſen wollen wir ihn jetzt verlaſſen, um zu ſehen, wie ſich unſere übrigen Bekannten nach der langen Trennung befinden; und da der Leſer wahrſcheinlich mit Vergnü⸗ gen einem froheren Ziele entgegenblickt, ſo wollen wir uns jetzt im Geiſte nach Björkö verſetzen.


