Erſtes Kapitel.
Jetzt endlich ſcheint die Ohnmacht er zu brechen,
Und ſieht ſich um und faͤngt ſelbſt an zu ſprechen,
Doch ach! ſein Auge, einſt ſo mild,
Jetzt blickt es ſtarr und wild! 3 Tegnér.
Etwa drei Wochen nach dieſer Begebenheit arbei⸗ teten ſich zwei Reiſende mit ein Paar abgematteten Poſtpferden und einem elenden, zuſammengeflickten Fuhr⸗ werke auf dem ſchmalen Wege nach der Feldwebels⸗ wohnung in Ejkenberg fort. Der alte Kramer ſtand auf ſeiner kleinen Treppe, und blickte verwundert auf die neuen Gäſte, welche jetzt in den Hof ſelbſt einfuhren. Hermer und Waldenberg ſtiegen aus dem Gefährt und näherten ſich mit einer höflichen Verbeugung dem Alten, der, die eine Hand auf dem Rücken, die andere nach ſeiner Gewohnheit in der Bruſttaſche ſeines getreuen grauen Uniformsrockes, mit einem ehrerbietigen Bück⸗ ling ihren Gruß erwiederte. Waldenberg's Aufregung war ſo groß, daß er nicht ſprechen konnte. Hermer, der ſeine Gefühle beſſer zu beherrſchen wußte, wandte ſich höflich zu dem Alten mit der Frage:„Habe ich die Ehre, den Feldwebel Kramer zu ſehen?“
„Ja, mein Herr, zu Befehl.“
„Wohnt nicht ſeit einiger Zeit ein fremder Herr im Hauſe des Herrn Feldwebels?“ fuhr Hermer fort. „Wie befindet er ſich? Könnten wir mit ihm ſprechen?“
„Hier waren, Gott ſei ihnen gnädig, zwei Fremde,“ antwortete Kramer mit einem Seufzer;„welchen von ihnen ſuchen die Herren? Im Fall es der Juüngere


