Teil eines Werkes 
4. Theil (1849)
Entstehung
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Nachdem aber unſere Aufmerkſamkeit hin und her eſch ebt hat, muß ſie endlich ſich auf einen prächtigen reimaſter heften, welcher mit vollen Segeln der See zuſteuert. Die ſchwediſche Kauffahrteiflagge iſt gehißt, und an dem geſchmackvoll gebauten Achterſpiegel erblickt man ein meiſterhaftes Gemaͤlde, welches eine Seenymphe darſtellt, der eine Sammlung von verliebten Tritonen auf ihren Inſtrumenten von Muſchelſchalen ein Ständ⸗ chen zu bringen ſcheint. Unter dem Gemälde iſt in blendenden, neuvergoldeten Buchſtaben zu leſen:Das Seefräulein von Gefle.

Die Sicherheit und die Schnelligkeit, womit die Segel herabgefiert oder aufgegeiet werden, zeugt von einer geübten Beſatzung, und die vollkommene Eleganz, womit das Seefräulein zwiſchen Zenobia und Wiking vor Anker geht, erinnert an den ruhigen und ungenirten Takt, mit welchem eine Dame von hohem Range bei dem Eintritte in einen Salon nach einem ungezwungenen Gruße den ihr gebührenden Platz bei den Vornehmſten in der Geſellſchaft einnimmt.

Wenn jedoch das Seefräulein ſelbſt an Schönheit und Eleganz in jeder Hinſicht mit den Göteborger No⸗ tabilitäten wetteifert, ſo gibt ihr junger Befehlshaber an Eleganz ſogar dem eleganten Franzoſen gar nichts nach. Und gewiß ſchwellt die ſtolze Bruſt, gewiß ſchlägt das junge Herz einige Takte ſchneller, als gewöhnlich, wenn ſich ſo mancher Blick mit gemiſchten Ausdrücken auf das Seefräulein richtet, dieſe edle Dame, deren wirklicher Ritter, Beſchützer, Rheder und Beſitzer in einer einzigen Perſon, nämlich in der des Capitains, vereinigt iſt.

Conſtabel! rief der Capitain Stangerling, als auf dem Deck Alles klar war,komm her!

Unſer Freund Bas ſtellte ſich ein.

Laß das eine Boot hinabfieren, Conſtabel, und fahre an's Land! Melde auf dem Conſulatscomptoir meine Ankunft und frage nach, ob von dem Handels⸗ hauſe Imſchout zu Middelburg Ballen angekommen ſind,