doch, wie kummervoll der arme Will Dich anſieht— er glaubt gewiß, daß er Dir läſtig geworden iſt.“
wie Noſa ſah mit einem unbeſchreiblich milden und ohl freundlichen Lächeln auf Will herab, und nachdem ſie nem ihm ſchnell ein Zeichen gegeben hatte, daß ihre Bewe⸗ ens gung durch Hildur's Aeußerung veranlaßt worden war, lich nahm ſie ganz ungenirt Will's Kopf in ihre Hände und legte ihn wieder zurecht. Und Will, der jetzt ſo ſelig lut⸗ war, daß Roſa gar nicht im Stande war, die Höhe her dieſer Seligkeit nur im Traume zu ahnen, ſaß wiederum be, ſtill und unbeweglich da und lebte für ſich allein in Fall ſeiner eigenen roſenfarbigen Welt, denn ſo gut wie Will icht es jetzt hatte, war es noch nie geweſen: er hatte ja volle hen Frreiheit, Roſa zu ſehen, ſo oft es ihm beliebte, und Alles ück⸗ zu hoffen, was ihm beliebte. Die gute Abſicht der Mutter, das Geſpräch von der rbe gefahrvollen Richtung abzulenken, gelang ihr inzwiſchen gen keinesweges, denn Hildur nahm ſogleich Roſa's Ver⸗
muthung auf und beantwortete dieſelbe mit folgenden lſche Worten: „Aha! Du meinſt alſo, Karl ſei ſo verſchwiegen
ſich geweſen? Ich kann Dir jedoch verſichern, daß er das gar nicht war— und wenn Du darin Etwas zum ge Verwundern findeſt, ſo weiſſage ich, daß Du morgen be⸗ noch mehr Grund zur Verwunderung finden wirſt!“ ich, Dießmal mußte Thekla wieder zu Hildur aufblicken, unnd wiederum fand ſie in den Augen der Schweſter ſe! jenen ſonderbaren Ausdruck. aen Thekla zweifelte nicht länger, daß mit Karl etwas Sonderbares vorgefallen ſein müßte, doch wies ſie mit Be⸗ Verachtung jeden Gedanken zuruück, der den geringſten gill Schatten auf das Feingefühl in ſeinem Charakter wer⸗ uhe fen ſollte. Aus dem leiſen Zittern, welches ihr eigenes
ge⸗ Herz berührte, ahnte ſie, daß dieſes Sonderbare, das mit Karl vorgefallen ſein könnte, aus ſeiner heftigen Erſchütterung bei der Ankunft entſtanden wäre, und ſo erklärt konnte wohl Thekla mit Karl und um ſeinet⸗


