Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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Zeit

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und fiſchte eine kleine, von himmelblauer Seide geſchürzte Börſe auf, welche zwei Speciesreichsthaler, die Hälfte von Roſa's Schatz, enthielten— Erlandsſon's Frau hatte die andere Hälfte erhalten.

„Was denkſt Du denn aber jetzt zu thun?“ fragte Albin, der mit Mühe ſeine Freude bezwingen konnte, daß er nun Roſa's ganz gewiß von ihr ſelbſt geſchürzte Börſe in ſeiner Hand hielt.

„O, ich dachte Sie zu fragen, wie ich das Geſchenk anwenden ſoll, da nun Surr doch kein Gutes mehr da⸗ von haben kann— ob ich's zurückſchicken oder einem andern armen, alten Fiſcher ſchenken ſoll, dem es mehr als einen glücklichen Tag bereiten könnte.“

„Ich muß mich darauf beſinnen!“

„Ja, wir haben nur nicht viel Zeit zum Beſinnen, da wir in einigen Tagen unter Segel gehen.“

„Weißt Du Jemanden, der einer ſolchen Hülfe wirk⸗ lich bedürftig iſt?“.

„Das weiß ich, und gerade Einen, dem ich das Geld zu geben dachte, wenn ich das Verfügungsrecht darüber hätte: ich meine den Fiſcher Truls, der die ganze Stube voller Kinder hat Sie haben ja ſelbſt dem Alten ſo manchen Schilling zugeſteckt.“

„Nun da iſt mein Rath, daß Du keinen Brief ſchreibſt. Iſt das Geld zu einem wohlthätigen Zwecke beſtimmt, ſo kannſt Du es mit gutem Gewiſſen als ein Erbtheil von Surre⸗Matts an Truls übergehen laſſen. Wenn wir das nächſte Mal nach Wisby kommen— und das könnte vielleicht bald geſchehen— ſo erzählſt Du

ihr, was Du gethan haſt, und ſie dankt Dir noch oben⸗

drein.“

„Auf Ihr Wort denn, Herr Capitain!“ Bas ſtreckte die Hand nach der Börſe aus; doch Capitain Albin ſchien ihn nicht zu verſtehen, ſondern ſagte:

„Es iſt wohl das Beſte, ich wechsle das Geld in Banknoten— ſieh hier!“ Und der Capitain rechnete ihm die entſprechende Summe von acht Reichsthalern in Reichsſchuldſcheinen hin.