Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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1⁵

Ich weiß nicht, Herr Capitain, wie Sie ſo mit einem Male darauf verfielen, an Liebe und Heirath zu denken, eins aber weiß ich leider, daß Poll noch immer eigenſinnig im Herzen ſitzt, und daß es gewiß ſchwer ſein wird, ſie jemals wieder hinaus zu ſchaffen.

Ach ſo, antwortete Albin mit einiger Verlegenheit, wovon handelt es ſich denn alſo?

Sie wiſſen, Herr Capitain, daß der alte Surre⸗ Matts während unſerer letzten Reiſe ſeine Hütte auf dem Eislande verlaſſen hat und vier Ellen tief eingezogen iſt. Gott erfreue die Seele des alten Mannes: er überließ mir das Bett und lag ſelbſt mit dem eichenen Klotz unter dem Kopf auf bloßer Erde ich bin dem Alten in ner herzlich gut geweſen, denn er hatte ein Herz im

eibe!

Nun, bin ich ihm wohl nicht auch gut geweſen? Er erhielt wie gewöhnlich meinen erſten Beſuch, ſo oft ich zur Stadt kam; doch dießmal kam mir Niemand entgegen und dankte für den vortrefflichen Tabak, den ich ihm geſchickt hatte... Auch der alte Ennes hat ab⸗ getakelt und iſt in den Winterhafen eingelaufen Gott ſei gelobt, daß er wenigſtens zu guter Letzt ſelbſt Herr ſein, und ſeinen Rum trinken und ſo gute Cigarren rauchen durfte, als er wollte! Mutter Steuermann hat ſeit der Zeit, da ſie ihn verließ, nichts weiter von ſich hören laſſen.

Sie wird jetzt ſchon kommen und ihr Erbtheil in Beſitz nehmen.... Sonſt aber wollte ich nicht hierüber reden, ſondern von dem Rath, um den ich bitten wollte.

So laß denn hören, Freund Bas, worin ich Dir dienen kann!

Ja, ſehen Sie, Herr Capitain! es iſt ſo, daß es ein hübſches Frauenzimmer, oder richtiger geſagt, einen ſchöͤnen Engel Gottes betrifft, an die ich gerne einen Brief Keſchrieben haben wollte, da Surre⸗Matts todt iſt.

Nun, das war mir etwas Neues! ſagte Albin lachend.Stehſt Du mit den Engeln in Briefwechſel? An wen ſoll ich denn ſchreiben?