Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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Ja, ſiehſt Du, Väterchen, ich glaube wohl, daß ich Grund habe, mich ein wenig zu bedenken.

Wenn aber nun das Mädchen ein kleiner Engel Gottes iſt und nicht den Schweſtern gleicht, ſo...

Ein Engel, eine Zauberin, das unſchuldigſte, lieb⸗ lichſte Kind iſt ſie, das iſt abgemacht und gut dazu! Hier floß die kleine Scene in der Wohnung des Olaus Erlandsſon mit ein, welche Albin draußen mit ange⸗ hört hatte..

Vortrefflich!... Nun, die Kinder dürfen nicht für die Väter leiden!... Biſt Du aber auch ſicher, daß ſie mehr denn gewöhnlich aufmerkſam auf Dich geweſen iſt?

Das iſt ſchwer zu wiſſen: ſie iſt ſo kindlich, ſo ſchelmiſch, ein ſolcher kleiner Brauſewind, daß man trotz aller ihrer Offenheit nicht weiß, wo man ſie hat. Den⸗ noch ſollte ich faſt glauben, daß ich ſie möglicher Weiſe gewinnen könnte.

Und zu dieſem Zwecke ſuchteſt Du Fracht nach Wisby?

Nein, Vater, nur um ſie wieder zu ſehen und mich umzuſehen: es iſt beſtimmt, daß ich mich ſelbſt prüfen und erforſchen will, ob es ein ernſtes Gefühl iſt, welches mich eingenommen hat, oder nur ein flüchtiges Wohlgefallen. Iſt das nicht recht, wenn man an eine Verbindung für ſein ganzes Leben denkt?

O ja, ich kann nicht anders ſagen. Doch wie lange ſoll denn dieſe Prüfung dauern, ehe Du überzeugt biſt, daß Du nicht fehlgegriffen haſt?

In dieſer Hinſicht darf ich von keinem Vorſatze reden; doch meine ich, ich müßte mich dieſer Prüfung ein Jahr lang unterziehen.