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Zweites Capitel. Der Triumph des Alten.
Nachdem Albin einige Tage zu Hauſe verweilt hatte, begleitete ihn der alte Stangerling ſelbſt nach Gefle, eigentlich um ſeinen Adoptivſohn, ſo lange dieſer dort war, täͤglich zu ſehen, ſeinem Vorgeben nach aber nur darum, weil Madame Lona dort beſſere Pflege erhalten konnte, als dieß auf dem Lande möglich war.
Die Fracht nach Wisby aber wollte ſich gar nicht finden laſſen, ſo viele Mühe ſich Albin auch gab. Dagegen bot ihm ſein ehemaliger Patron, der Großhändler N.., welcher nun ihr voriges Verhältniß ganz vergeſſen hatte, eine Fracht nach Holland an, und Albin entſchloß ſich hiezu, ſo ſchwer es ihm auch wurde, der Hoffnung eines Beſuches auf der Inſel, wo er ſein Herz vergeſſen hatte, u entſagen. Vielleicht aber konnte ſich dennoch auf dem Rucwege eine Möglichkeit finden laſſen, wo nicht mit einer Fracht, ſo doch mit einem Sturm— viele waren wohl derjenigen, die gegen einen ſolchen in dem Hafen von Wisby Schutz ſuchten. Doch geſtand er ſich, daß ein ſo verzweifelter Wunſch eines redlichen Seemannes unwürdig wäre, ſo würdig er auch eines Liebhabers ſein mochte, welcher keine Hülfe verſchmäht, weder eine Hülfe von der Erde, noch eine Hülfe von der Luft.
„Hier iſt ein Brief von Wisby an Dich!“ ſagte der alte Stangerling, als er an einem Morgen in Albin's Beiſein ſeine Poſttaſche erhielt und durchforſchte.
„Ein Brief von Wisby?“ Das Blut ſtieg dem jungen Capitain in das Geſicht; als er aber nun in unüberlegter Heftigkeit die Hand ausſtreckte, um dieſen Brief, der von dort kam, entgegen zu nehmen, klang es ſo kalt in ſeinen Ohren:„Der Tauſend! es iſt ja mein
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