um ſich einen angenehmen Augenblick zu machen, und nun mußte Albin die Geſchichte von der Lorrendreierei⸗ Affaire beginnen und ſie auch beenden, ohne daß der Alte ſie mit etwas Anderem unterbrochen hatte, als hie und da mit einer Grimaſſe, einem„Tauſend Teufel“ zder einem„Uff, uff!— was hatte mein Sohn da zu thun!“
„So viel iſt aber gewiß,“ ſagte nun Albin, da Vater Stangerling noch immer ſeine allerhäßlichſte Gri⸗ maſſe beibehielt,„daß ich nie wieder von meinen Grund⸗ ſätzen abgehe.“
„Grundſätze mich hin und grundſätze mich her— wäre beſſer, ohne Grundſätze klug zu handeln, als ſich ſolche zu machen und ihnen dann nicht nachzuleben! Habe in allen meinen Lebtagen nicht geſchmuggelt, habe mir aber, Gott ſei Lob und Dank, auch keine Viertel⸗ und Halbemeilenſteine hingekritzelt— habe doch den geraden Weg vor mir geſehen.“
Albin antwortete nicht hierauf; der Alte mußte Zeit haben, auszubrummen.
„Nun, nun, mein Sohn, ich behaupte nicht, daß es ein Fehler iſt, in gewiſſen Fällen nach feſten Regeln zu handeln: ich ſage nur, es wäre für mich ganz ab⸗ ſcheulich geweſen, wenn ich mich ſo hätte binden wollen. Aufrichtig geſprochen, meinſt Du wohl nicht, daß es manche Unannehmlichkeit hat, oder daß man gezwungen iſt, eine Menge von Vergleichen abzuſchließen, um es dahin zu bringen, daß die Grundſaͤtze mit einer und der andern neuen Anſicht zuſammenpaſſen?“
„Es iſt wohl möglich, daß ſolche Fälle eintreffen können; doch da muß ja ein vernünftiger Mann die möglichſt beſte Partie ergreifen. Ich halte es in vielen Fällen für klug, gewiſſe Prinzipien für unſere Hand⸗ lungsweiſe feſtzuſetzen; uns aber zu einem blinden Sclaven derſelben zu machen, davon kann die Rede nicht ſein, denn in demſelben Augenblick, da wir das thäten, handelten wir ja als bloße Maſchinen.“ „Wenn ich mich nicht irre, ſo denkſt Du ſchon


