Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Um Gottes willen, lieber Vater, ſei Will nicht böſe! er weiß gar nicht, was er thut! Ich bin über⸗ zeugt, daß ihn Jemand gereizt hat, und daß er ſich bei mir beklagen wollte!

Dumme Gans! ſchalt Mork, indem er Will zurückſtieß,ſiehſt Du nicht, was den Tollhäusler an⸗ kommt?... Doch ich will.. Mörk beſann ſich, und indem ſeine Augen einen flammenden Blitz auf Will ſchoſſen, der dieſem den hefehl ertheilte, ſich zu ent⸗ fernen, gab er Roſa einen Wink, mit ihm in die Stadt zu kommen.

Geſenkten Hauptes und mit einer brennenden Röthe auf der Stirne, kehrte Will, von ſeinem treuen Rolf begleitet, langſam zurück auf den Weg nach dem ver⸗ haßten Elfhagen. Als aber der betrübte Jüngling einen einſamen Platz erreichte, ſetzte er ſich auf einen Kalk⸗ felſen, Rolf legte ſeinen Kopf in ſeinen Schooß, und herabgebeugt über dieſen Kopf, der ſeinem beſten Freunde gehörte, dem Einzigen, auf deſſen Liebe er, der Einſame, der Verlaſſene, ſich ganz verlaſſen konnte, brach er in heftige Thränen aus und Alles, worüber er klagte, Alles, um was er bat, Alles, was er beweinte, das wußte nur Er, der das ſtumme Gebet in den Thrä⸗ nen der Blumen verſteht, ehe die Sonne ſie hinweg

geküßt hat.

Am folgenden Morgen war der alte Junge von der Rhede zu Wisby verſchwunden.

Einige Stunden ſpäter, da die Familie Mörk am Frühſtückstiſche ſaß, kam der Briefträger mit Mörk's Correſpondenz; kaum hatte aber der Großhändler einen Brief in die Hand genommen und die Adreſſe be⸗ trachtet, ſo ſank er ohne ein Wort von dem Stuhle auf den Boden.